Der erste Beitrag von 12ausdemstoffregal ist ein royaler blauer Samt

Neues Jahr – neue Challenge 😉 Selmin hat sich wieder bereit erklärt, die Aktion zu organisieren. Und sie lautet: 12 aus dem Stoffregal 🙂 Bei dem Motto war mir sofort klar, welcher Stoff an der Reihe war.

Nein, der Gute stammt nicht aus dem Stoffregal. Er hat es bis dahin nicht geschafft. Irgendwann kam er mal zu mir und ich wusste nicht wohin. Also erst mal auf den Haufen Stapel mit den “muss ich mir noch überlegen was daraus wird”.

Und das ist draus geworden:

Sling Bag - Bauchtasche

Das Stoffstück war auch nicht sonderlich groß. Und für Klamotten auch nichts. Ich kann es nicht genau zuordnen. Ich würde sagen es ist SAMT. Aber irgendwie auch kein echter. Samt ist in meiner Welt doch eher sowas flutschiges. Der hier ist eher fester. Ich würde sagen als Bezugsstoff oder für Taschen geeignet. Und schwupps, war mein Projekt beschlossene Sache.

So eine Bauchtasche – habe ich schon erwähnt – war ja eigentlich nichts für mich. Ist so oldschool. Aber aktuell sind sie wieder an jeder Ecke zu sehen. Und wie das oft so ist, mit dem richtigen Drumherum und crossbag getragen kann das echt stylisch werden. Meine beiden anderen Modelle (hier und hier) habe ich euch schon gezeigt. Jetzt fiel mir ein anderes Schnittmuster in der Hände.

Sie sollte schlicht werden. Passt dann zu vielen und so 😉 Aber so gänzlich ohne was ging es dann doch nicht. Also noch ein kleines Blümchen drauf und fertig.

Sling Bag - Bauchtasche

Was ist eigentlich Samt?

Da ich nicht genau wußte, was mein Stoffstück genau ist, habe ich mich mal bei Frau Wiki schlau gemacht: “Samt, altertümlich auch Samm(e)t, ist ein Gewebe mit einem darüberliegenden, eingearbeiteten Fadenflor. ” Im übrigen ist Velour nur die französische Bezeichnung für Samt. Den klitzekleinen Unterschied in der Länge des Flors lassen wir hier mal aussen vor 😉 Damal wurde Samt aus Seide hergestellt.

Schon Anfang des 14. Jahrhunderts wurden in Italien erste Gewebe daraus hergestellt. Erst um 1700 enstand in Deutschland (Leipzig) die Samtindustrie.

Dem Samt sagt man eine Strichrichtung nach. Je nachdem in welche Richtung man über das Material streicht, sieht der Stoff anders aus. Bei mir hier war das entweder nicht vorhanden oder nicht zu erkennen. Ich habe trotzdem in eine Richtung zugeschnitten.

Als Futterstoff hatte ich noch was passendes hier liegen. So gibt es jetzt aussen und innen ein paar Blümchen.

Sling Bag - Bauchtasche


Kleine Materialkunde zum Samt

Die Strichrichtung ergibt sich aus der Herstellung.

Neben dem Grundgewebe – das sowohl in Leinwandbindung (z.B. Popeline – da sieht Vorder- und Rückseite gleich aus) als auch in Köperbindung (z.B. Jeansstoff – da sieht die Vorderseite anders als die Rückseite aus) hergestellt sein kann – wird ein weiterer Schuss- oder Kettfaden eingearbeitet. Dieser Faden bildet am Ende Noppen oder Schlingen. Wenn diese am Ende aufgeschnitten werden, ergibt sich das typische Bild von Samt.

Da jeder seine eigenen Vorstellungen von “Struktur” hat, gibt es hier Interpretationen zum Thema von den anderen Nähmädels >>>

Schnittmuster

Freebook SlingBag von Milliblus

2 Kommentare

  • Nur ein kleines bißchen aufgehübscht… hihi, die Blumen sind klasse und jetzt bist du echt voll im Trend. Sehr schön.
    lg Charla

    • Danke Charla 🙂 Na grundsätzlich ist sie schon schlicht. Für mich 😉
      Grüssle. Birgit

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